Stammdaten im Objekt
Damit Immodio die Heizkosten- und Warmwasserabrechnung korrekt vorbereiten kann, müssen im Objekt die technischen Stammdaten der Heizungsanlage gepflegt werden. Diese Angaben bestimmen, welche Kostenarten, Verbrauchswerte und Zählerstände für die Abrechnung relevant sind.
Die wichtigsten Angaben sind:
Energieträger für die Heizung
Energieträger für die Warmwasserversorgung
Angabe, ob eine Zentralheizung vorliegt
Vorlauftemperatur der Zentralheizung
Angabe, ob ein Gas- oder Öltank vorhanden ist
Aufteilung der Betriebskosten nach Fläche und Verbrauch
Energieträger für die Heizung
Der Energieträger für die Heizung gibt an, mit welcher Energie die Raumheizung des Objekts betrieben wird.

Typische Energieträger sind zum Beispiel:
Heizöl
zentrale Ölheizung
Erdgas
Gaszentralheizung
Flüssiggas
Gastank auf dem Grundstück
Fernwärme
Anschluss an ein Fernwärmenetz
Strom
elektrische Heizung oder Wärmepumpe
Pellets / Holz
Biomasseheizung
Diese Angabe ist wichtig, weil davon abhängt, welche Kosten und Verbrauchswerte in der Heizkostenabrechnung verwendet werden.
Bei leitungsgebundenen Energieträgern wie Erdgas, Fernwärme oder Strom wird der Verbrauch in der Regel über Versorgerrechnungen oder Hauptzählerstände ermittelt. Bei lagerfähigen Brennstoffen wie Heizöl, Flüssiggas oder Pellets muss zusätzlich berücksichtigt werden, wie viel Brennstoff am Anfang und am Ende der Abrechnungsperiode noch vorhanden war. Weitere Informationen zu lagerfähigen Brennstoffen finden Sie hier.
Energieträger für die Warmwasserversorgung
Der Energieträger für die Warmwasserversorgung gibt an, mit welcher Energie das Trinkwarmwasser erzeugt wird.

In vielen Gebäuden ist der Energieträger für Heizung und Warmwasser identisch, sodass die zentrale Heizungsanlage sowohl Raumwärme als auch Warmwasser erzeugt.
Heizöl
Heizöl
zentrale Ölheizung mit Warmwasserspeicher
Gas
Gas
Gaszentralheizung mit zentraler Warmwasserbereitung
Fernwärme
Fernwärme
Fernwärme für Heizung und Warmwasser
Wärmepumpe
Wärmepumpe
zentrale Wärmepumpe für beide Bereiche
Es kann aber auch abweichende Fälle geben:
Gas
Strom
Heizung zentral, Warmwasser dezentral über Durchlauferhitzer in den Einheiten
Heizöl
Solarthermie + Heizöl
Warmwasser wird teilweise solar unterstützt
Zentralheizung
Die Option Zentralheizung muss aktiviert werden, wenn eine gemeinsame Heizungsanlage das gesamte Objekt mit Wärme versorgt.

Typische Beispiele:
ein Heizkessel im Keller versorgt alle Wohnungen
ja
Fernwärmeanschluss versorgt das Gebäude
ja
zentrale Wärmepumpe versorgt alle Einheiten
ja
jede Wohnung hat eine eigene Gastherme
nein
jede Wohnung hat eigene Elektroheizungen
nein
Warmwasser über Durchlauferhitzer in jeder Wohnung
für Warmwasser nicht zentral
Eine Zentralheizung hat Auswirkungen auf die Abrechnung:
Bei zentraler Heizung werden die Gesamtkosten also zunächst auf Objektebene erfasst. Anschließend werden sie anhand der vorhandenen Zähler, Verbrauchswerte und Verteilerschlüssel auf die einzelnen Einheiten verteilt.
Vorlauftemperatur der Zentralheizung
Wenn eine Zentralheizung vorliegt, kann die Vorlauftemperatur der Zentralheizung gepflegt werden.
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das von der Heizungsanlage in den Heizkreis geschickt wird.
Wählen Sie hierfür zunächst den Tag "Zentralheizung" unter "Energetischer Ausstattung" aus.

Nun wird Ihnen das Eingabefeld für die Vorlauftemperatur angezeigt.

Typische Orientierungswerte:
ältere Heizkörperanlage
ca. 60–75 °C
moderne Heizkörperanlage
ca. 45–60 °C
Fußbodenheizung
ca. 30–45 °C
Wärmepumpe mit Niedertemperatursystem
oft ca. 30–45 °C
Wichtig: Die Angabe einer Vorlauftemperatur ist optional und idR. nicht zwingend für die Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung notwendig. Sie wird nur benötigt, wenn Sie für den Gesamtverbrauch für die Erwärmung des Warmwassers keinen genauen Zählerstand haben und diesen über Formel berechnen müssen.

Gas- oder Öltank
Die Option Gas-/Öltank sollte aktiviert werden, wenn der Energieträger im oder am Objekt gelagert und durch Lieferungen aufgefüllt wird.

Heizöl
ja, Öltank
Flüssiggas
ja, Gastank
Pellets
ja, Pelletlager
Holz
ja, Lagerbestand möglich
Diese Angabe ist für die Abrechnung sehr wichtig, weil bei lagerfähigen Brennstoffen zwischen gekaufter Menge und verbrauchter Menge unterschieden werden muss.

Auswirkungen des Gas- oder Öltanks – Menge und verbrauchte Menge
Bei Heizöl, Flüssiggas oder Pellets entspricht die im Abrechnungsjahr eingekaufte Menge nicht zwangsläufig der im selben Zeitraum tatsächlich verbrauchten Menge. Grund hierfür ist, dass der zentrale Tankbestand zu Beginn und zum Ende des Abrechnungszeitraums in der Regel nicht vollständig leer bzw. vollständig gefüllt ist.
Wenn also am Ende des Jahres kurz vor dem Abrechnungsstichtag der Tank gefüllt wird, ist diese Lieferung zwar bezahlt, aber entsprechend noch nicht vollständig verbraucht. Umgekehrt kann im laufenden Jahr Brennstoff verbraucht werden, der bereits im Vorjahr gekauft wurde. Deshalb muss auch der Anfangsbestand berücksichtigt werden.
Die Formel lautet:
Für die Heizkostenabrechnung ist grundsätzlich die verbrauchte Menge relevant, nicht nur die eingekaufte Menge. Bei Heizöl wird der Verbrauch üblicherweise aus Anfangsbestand zuzüglich Lieferungen abzüglich Endbestand ermittelt.
Wenn Sie den Gesamtverbrauch im Schritt "5. Heiz- und Warmwasserverbrauch" bestimmen, können Sie entsprechend die verbrauchte Menge des Energieträgers sowie die Kosten der verbrauchten Menge des Energieträgers eingeben.

Aufteilung der Betriebskosten nach Fläche und Verbrauch
Für Heiz- und Warmwasserkosten gilt die Heizkostenverordnung. Sie schreibt grundsätzlich eine verbrauchsabhängige Abrechnung vor. Das bedeutet: Heiz- und Warmwasserkosten dürfen im Regelfall nicht vollständig nach Quadratmetern verteilt werden.
Die Heizkostenverordnung sieht vor, dass ein Teil der Kosten nach Verbrauch und ein Teil nach Fläche verteilt wird. Bei Heizkosten sowie Warmwasserkosten liegt der verbrauchsabhängige Anteil grundsätzlich zwischen 50 % und 70 %. Der restliche Anteil wird nach Fläche verteilt.
Sie können auf gewünschte Aufteilung im Objekt im Reiter "Abrechnung" einstellen. Weitere Informationen zur korrekten Aufteilung der Betriebskosten nach Fläche und Verbrauch sowie die Möglichkeiten diese in Immodio für das jeweilie Objekt individuelle festzulegen finden Sie hier.


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