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# Notaranteil Garagen

<figure><img src="/files/hXF2tau4rlRZlPrW0asc" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

Diese Kategorie verwenden Sie für den **auf eine Garage entfallenden Anteil der kaufbezogenen Notarkosten**, wenn die Garage beim Immobilienerwerb als eigener Bestandteil beziehungsweise als eigenständig zugeordnete Garage berücksichtigt wird.

Für die Buchung in Immodio muss hierbei eine Aufteilung vorgenommen werden:

* Der **Kaufpreisanteil der Garage** wird auf die Kategorie→ "[Kauf von Garagen](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10081600-kauf-von-garagen.md)" bzw. "[Kauf von Garagen (eigene Grundstücke)](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10081700-kauf-von-garagen-eigene-grundstuecke.md)" gebucht,
* der darauf **entfallender kaufbezogener Notaranteil** wird auf die Kategorie → "[Notaranteil Garagen](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095300-notaranteil-garagen.md)" gebucht.

#### **Diese Kategorie ist nur für den Garagenanteil der Notarrechnung**

Kaufen Sie eine Immobilie, die aus mehreren steuerlich beziehungsweise buchhalterisch getrennt erfassten Bestandteilen besteht, darf eine allgemeine Notarrechnung für den Kauf nicht automatisch vollständig auf die Garage gebucht werden.

Der Erwerb kann beispielsweise bestehen aus:

* Grund und Boden,
* Wohngebäude,
* Garage,
* gegebenenfalls weiteren eigenständigen Wirtschaftsgütern.

Bezieht sich die Notartätigkeit auf den gesamten Erwerb, müssen die allgemeinen Anschaffungsnebenkosten entsprechend der wirtschaftlichen Zuordnung des Erwerbs verteilt werden.

{% hint style="info" %}
Der Notaranteil der Garage sollte dabei grundsätzlich der Kaufpreisaufteilung folgen, die auch für die Garage selbst verwendet wurde.
{% endhint %}

#### **Beispiel: Garage wird als eigener Bestandteil erworben**

Sie erwerben eine Garage einschließlich eines zugehörigen Grundstücksanteils für insgesamt: **30.000 €**

Die sachgerechte Aufteilung laut Kaufvertrag ergibt:

* **Grund und Boden: 6.000 € = 20 %**
* **Garage: 24.000 € = 80 %**

Die kaufbezogenen **Notarkosten** für diesen Erwerb betragen: **600 €**

Dann entfallen grundsätzlich: **600 € × 20 % = 120 €** der Notarkosten auf Grund und Boden und **600 € × 80 % = 480 €** der Notarkosten auf die Garage.

* Die **480 €** buchen Sie auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Garagen**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095300-notaranteil-garagen.md)**“**
* Die **120 €** buchen Sie auf die Grundstückskategorie für den Notaranteil "[Notaranteil Grundstücke](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md)"

#### **Garage zusammen mit einem Wohnhaus gekauft**

Kaufen Sie ein Wohnhaus und wird eine Garage innerhalb der verwendeten Kaufpreisaufteilung **gesondert als eigene Garage erfasst**, sollte diese Systematik auch bei den allgemeinen Anschaffungsnebenkosten fortgeführt werden.

Beispielsweise wird der Kaufpreis aufgeteilt in:

1. **Grund und Boden**
2. **Wohngebäude**
3. **Garage**

Dann sollten auch die allgemeinen kaufbezogenen **Notarkosten** grundsätzlich nach dieser Aufteilung verteilt werden.

1. Der **Grundstücksanteil** gehört auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md)**“**,
2. der **Wohngebäudeanteil** gehört auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“**
3. und der **Garagenanteil** gehört auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Garagen**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095300-notaranteil-garagen.md)**“**.

#### **Wichtig: Notarkosten für die Finanzierung gehören nicht in diese Kategorie**

Nicht jede Notarrechnung rund um einen Immobilienkauf ist automatisch Anschaffungsnebenkosten der Garage.

{% hint style="info" %}
Enthält eine Notarrechnung sowohl kaufbezogene als auch finanzierungsbezogene Positionen, müssen diese Kosten voneinander getrennt werden.
{% endhint %}

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen:

* **Notarkosten für den Immobilienerwerb** und
* **Notarkosten für die Finanzierung**

Entstehen beispielsweise Notargebühren für die **Besicherung eines Darlehens durch eine Grundschuld**, behandelt die Finanzverwaltung diese als Nebenkosten der Darlehensaufnahme beziehungsweise Geldbeschaffungskosten. Bei einem Darlehen für eine vermietete Immobilie können diese grundsätzlich als Werbungskosten im Zusammenhang mit der Finanzierung behandelt werden.&#x20;

Solche Finanzierungskosten dürfen deshalb **nicht** nach dem Kaufpreisverhältnis auf Garage, Gebäude und Grundstück verteilt werden. Diese Finanzierungskosten werden auf die Kategorie "[**Geldbeschaffungskosten (z.B. Schätz-, Notar- und Grundbuchgebühren)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10065000-geldbeschaffungskosten-z-b-schaetz-notar-und-grundbuchgebuehren.md)" gebucht.

#### **Nicht auf diese Kategorie gehören**

Nicht hierher gehören insbesondere:

* der auf **Grund und Boden** entfallende Notaranteil,
* der auf ein **Wohngebäude** entfallende Notaranteil,
* Notarkosten eines ausschließlich **unbebauten Grundstückskaufs**,
* Notarkosten für eine **Grundschuld oder sonstige Darlehensbesicherung**,
* Grundbuch- oder Gerichtskosten, wenn hierfür in Immodio eine separate Kategorie vorgesehen ist,
* laufende Verwaltungs- oder Rechtsberatungskosten ohne unmittelbaren Zusammenhang mit dem Garagenkauf.

#### **Umlegbar auf Betriebskostenabrechnung**

Kaufbezogene Notarkosten sind einmalige Anschaffungsnebenkosten des Eigentümers und keine laufenden Betriebskosten des Mietobjekts. Der Schalter **„Umlegbar auf Betriebskostenabrechnung“** muss daher **deaktiviert** bleiben.
