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# Notaranteil unbebaute Grundstücke

<figure><img src="/files/J02Hb471IM0tc93mlq21" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

Diese Kategorie verwenden Sie für die **kaufbezogenen Notarkosten beim Erwerb eines unbebauten Grundstücks**, wenn Sie tatsächlich ausschließlich **Grund und Boden und kein vorhandenes Gebäude** erwerben.

{% hint style="warning" %}
Hier wird grundsätzlich die **vollständige kaufbezogene Notarrechnung** des Grundstückserwerbs gebucht, soweit die Notarkosten tatsächlich den Erwerb des unbebauten Grundstücks betreffen.
{% endhint %}

Kaufen Sie ein unbebautes Baugrundstück, erwerben Sie steuerlich ausschließlich:

* **Grund und Boden**

Es gibt beim Erwerb noch keinen Gebäudeanteil, auf den ein Teil des Kaufpreises oder der dazugehörigen Notarkosten aufgeteilt werden müsste.

Notarkosten für den Erwerb gehören grundsätzlich zu den Anschaffungsnebenkosten. Bei einem **unbebauten** Grundstück werden diese deshalb vollständig dem erworbenen **Grund und Boden** zugeordnet.

{% hint style="info" %}
Wenn Sie ein bebautes Grundstück erwerben, müssen Sie die Kosten des Notars entsprechend auf Grund und Boden sowie den Gebäudeteil aufteilen. Weitere Informationen dazu finden Sie [**hier**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md).
{% endhint %}

#### **Diese Kategorie ist für den vollständigen Notaranteil des unbebauten Grundstücks**

Beim eigentlichen **Kaufpreis** eines unbebauten Grundstücks gilt bereits, dass dieser in Immodio vollständig wie folgt gebucht wird:

1. Der gesamte Kaufpreis für Grund und Boden wird auf die Kategorie → **„**[**Kauf von unbebauten Grundstücken**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10082000-kauf-von-unbebauten-grundstuecken.md)**“** gebucht.

Bei den dazugehörigen kaufbezogenen **Notarkosten** gilt nun das gleiche Prinzip:

1. Die gesamten **Notarkosten**, die auf den Erwerb des unbebauten Grundstücks entfallen, werden auf die Kategorie → **„**[**Notaranteil unbebaute Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095500-notaranteil-unbebaute-grundstuecke.md)**“** gebucht.

#### **Keine Aufteilung zwischen Grundstück und Gebäude erforderlich**

Bezieht sich die Notarleistung auf den Erwerb eines tatsächlich **unbebauten** Grundstücks, muss grundsätzlich **keine Aufteilung zwischen Grund und Boden und Gebäude** vorgenommen werden.

Beim Erwerb ist noch kein Gebäude vorhanden, auf das ein Teil der Anschaffungsnebenkosten entfallen könnte.

Der vollständige kaufbezogene Notaranteil wird deshalb dem **Grund und Boden** zugerechnet.

**Beispiel: Kauf eines unbebauten Grundstücks**

Sie kaufen ein unbebautes Grundstück für: **500.000 €**

Auf dem Grundstück befindet sich zum Zeitpunkt des Erwerbs **kein Gebäude**.

Damit buchen Sie beim eigentlichen Kauf **500.000 €** auf die Kategorie → **„**[**Kauf von unbebauten Grundstücken**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10082000-kauf-von-unbebauten-grundstuecken.md)**“**

**Nun die Notarkosten:**

Für den Kauf entstehen nun kaufbezogene **Notarkosten** von **5.000 €**

Da ausschließlich ein unbebautes Grundstück erworben wurde, gibt es **keine** Aufteilung in einen Grundstücks- und Gebäudeanteil.

Der Grundstücksanteil der **Notarkosten** beträgt deshalb: **5.000 € × 100 % = 5.000 €**

Diese **5.000 €** Notarkosten buchen Sie **vollständig** auf die Kategorie **„**[**Notaranteil unbebaute Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095500-notaranteil-unbebaute-grundstuecke.md)**“**.

{% hint style="info" %}
Ein Anteil für die Kategorie **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“** entsteht in diesem Fall **nicht**.
{% endhint %}

#### **Wichtig: Erwerbskosten und Finanzierungskosten trennen**

Notargebühren zur **Besicherung eines Darlehens** gehören **nicht** zu den Anschaffungskosten des unbebauten Grundstücks.

{% hint style="warning" %}
Die Notargebühren zur Darlehensbesicherung werden den Finanzierungskosten beziehungsweise **Geldbeschaffungskosten** zugeordnet.
{% endhint %}

Notarkosten für **Grundschuld bzw. Darlehensbesicherung** gelten als **Geldbeschaffungskosten** und werden **nicht** auf die Kategorie **„**[**Notaranteil unbebaute Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095500-notaranteil-unbebaute-grundstuecke.md)**“** gebucht, sondern auf die Kategorie **„**[**Geldbeschaffungskosten (z.B. Schätz-, Notar- und Grundbuchgebühren)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10065000-geldbeschaffungskosten-z-b-schaetz-notar-und-grundbuchgebuehren.md)**“** gebucht.

#### **Warum wird hier nicht zwischen Grundstück und Gebäude aufgeteilt?**

Bei einem tatsächlich unbebauten Grundstück existiert zum Zeitpunkt des Erwerbs noch **kein Gebäude**.

Der Kaufpreis und die kaufbezogenen Anschaffungsnebenkosten entfallen deshalb zunächst vollständig auf **Grund und Boden**.

Grund und Boden ist nicht abnutzbar und wird **nicht abgeschrieben**. Deshalb werden auch die auf das unbebaute Grundstück entfallenden Notarkosten nicht über eine Gebäude-AfA berücksichtigt.

#### **Später errichtetes Gebäude ändert die ursprüngliche Zuordnung nicht**

Errichten Sie nach dem Grundstückskauf später ein Wohngebäude, werden die ursprünglichen Notarkosten des Grundstückskaufs **nicht** nachträglich zwischen **Grund und Boden** und dem neuen **Gebäude** aufgeteilt.

**Beispiel**:

Sie kaufen zunächst das unbebaute Grundstück und buchen:

* **500.000 €** auf **„Kauf von unbebauten Grundstücken“**
* **5.000 €** auf **„Notaranteil unbebaute Grundstücke“**

Ein Jahr später errichten Sie auf diesem Grundstück ein Mehrfamilienhaus.

Die Kosten für das neu errichtete Gebäude werden auf die dafür vorgesehenen Gebäude- beziehungsweise Herstellungskostenkategorien gebucht.

{% hint style="info" %}
Die ursprünglichen **5.000 € Notarkosten des Grundstückskaufs bleiben vollständig dem Grund und Boden zugeordnet**.
{% endhint %}

#### **Nicht mit dem Grundstücksanteil eines bebauten Grundstücks verwechseln**

Diese Kategorie ist für den Erwerb eines **unbebauten Grundstücks** vorgesehen.

Kaufen Sie dagegen ein bereits bebautes Grundstück, wird die allgemeine kaufbezogene Notarrechnung grundsätzlich entsprechend der wirtschaftlichen Kaufpreisaufteilung verteilt.

Dann gilt:

1. Der Anteil der Notarkosten, der auf **Grund und Boden** entfällt, wird auf die Kategorie → **„**[**Notaranteil Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md)**“** gebucht.
2. Der Anteil der Notarkosten, der auf das **Wohngebäude** entfällt, wird auf die Kategorie → **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“** gebucht.

{% hint style="info" %}
Bei einem bebauten Grundstück darf deshalb die Notarrechnung **nicht** auf die Kategorie **„**[**Notaranteil unbebaute Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095500-notaranteil-unbebaute-grundstuecke.md)**“** gebucht werden.
{% endhint %}

#### **Garage oder weitere Wirtschaftsgüter beachten**

Diese Kategorie ist für den Fall vorgesehen, dass tatsächlich ausschließlich **unbebauter Grund und Boden** erworben wird.

Werden zusammen mit dem Grundstück weitere eigenständig zu behandelnde Wirtschaftsgüter erworben, muss geprüft werden, ob ein Teil der Anschaffungsnebenkosten diesen Wirtschaftsgütern zuzuordnen ist.

Die vollständige Zuordnung von **100 % der Notarkosten** zum unbebauten Grundstück gilt deshalb nur, soweit die Notarleistung tatsächlich ausschließlich den Erwerb des unbebauten Grund und Bodens betrifft.

#### **Nicht auf Mieter umlegen**

Notarkosten des Grundstückskaufs sind Anschaffungsnebenkosten des Eigentümers und keine laufenden Betriebskosten.

Der Schalter **„Umlegbar auf Betriebskostenabrechnung“** muss daher **deaktiviert** bleiben.
