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# Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)

<figure><img src="/files/OYbheagRIYllUa6LJduk" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

Diese Kategorie verwenden Sie für den **auf das Wohngebäude entfallenden Anteil** der kaufbezogenen **Notarkosten** beim Erwerb eines bereits bebauten Grundstücks.

{% hint style="warning" %}
Hier wird grundsätzlich **nicht** die **vollständige** Notarrechnung eines bebauten Immobilienkaufs gebucht, sondern es muss eine Aufteilung der Kosten vorgenommen werden.
{% endhint %}

Kaufen Sie beispielsweise ein vermietetes Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung, erwerben Sie steuerlich jeweils einen Teil von:

* **Grund und Boden**
* **Gebäude**

Gegebenenfalls kommen zusätzlich eine Garage oder andere eigenständig zu behandelnde Wirtschaftsgüter hinzu.

Notarkosten für den Erwerb gehören grundsätzlich zu den Anschaffungsnebenkosten. Bei einem bebauten Grundstück müssen diese deshalb entsprechend der wirtschaftlichen Zuordnung auf die erworbenen Bestandteile verteilt werden.

#### **Diese Kategorie ist für den Wohngebäude-Anteil**

Diese Kategorie wird unmittelbar im Zusammenhang mit der der Immodio-Kategorie **„Kauf von Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)“** verwendet und bildet das Gegenstück zur Immodio-Kategorie **„**[**Notaranteil Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md)**“**.

Beim eigentlichen **Kaufpreis** gilt bereits, dass dieser in Immodio auf die beiden folgenden Kategorien aufgeteilt wird:

1. Der Anteil für Grund und Boden wird auf die Kategorie → **„**[**Kauf von Grundstücken**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10081800-kauf-von-grundstuecken.md)**“** gebucht.
2. Der Anteil Wohngebäude wird auf die Kategorie → **„**[**Kauf von Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10082100-kauf-von-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“** gebucht.

Bei den dazugehörigen kaufbezogenen **Notarkosten** gilt nun das gleiche Prinzip:

1. Der Anteil der **Notarkosten**, die auf **Grund und Boden** entfallen, werden auf die Kategorie → **„**[**Notaranteil Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md)**“** gebucht.
2. Der Anteil der **Notarkosten**, die auf das **Wohngebäude** entfallen, werden auf die Kategorie → **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“** gebucht.

#### **Dasselbe Aufteilungsverhältnis wie beim Kaufpreis verwenden**

Bezieht sich die Notarleistung allgemein auf den gesamten Immobilienerwerb und kann sie keinem Bestandteil unmittelbar allein zugeordnet werden, sollte grundsätzlich die **bereits für den Kaufpreis verwendete wirtschaftliche Aufteilung** zugrunde gelegt werden.

{% hint style="info" %}
Das BMF stellt für die Aufteilung eines Gesamtkaufpreises für ein bebautes Grundstück aktuell die **Arbeitshilfe mit Stand März 2026** zur Verfügung. Diese finden Sie [**hier**](https://www.bundesfinanzministerium.de/Datenportal/Daten/frei-nutzbare-produkte/Anwendungen/Kaufpreisaufteilung-Grundstuecke/Kaufpreisaufteilung-Grundstuecke.html).
{% endhint %}

Der einmal sachgerecht ermittelte Prozentsatz wird anschließend auch für allgemeine Anschaffungsnebenkosten wie bspw. die **Notarkosten** benötigt.

#### **Beispiel: Kauf eines Mehrfamilienhauses**

Sie kaufen ein vermietetes Mehrfamilienhaus für: **500.000 €**

Die sachgerechte Kaufpreisaufteilung ergibt:

* **Grund und Boden: 100.000 € = 20 %**
* **Wohngebäude: 400.000 € = 80 %**

Damit buchen Sie beim eigentlichen Kauf:

* **100.000 €** auf die Kategorie → **„**[**Kauf von Grundstücken**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10081800-kauf-von-grundstuecken.md)**“** und
* **400.000 €** auf die Kategorie → **„**[**Kauf von Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10082100-kauf-von-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“**

**Nun die Notarkosten:**

Für den Kauf entstehen nun kaufbezogene **Notarkosten** von: **5.000 €**

Diese werden grundsätzlich ebenfalls im Verhältnis **20 % / 80 %** aufgeteilt:

* Grundstücksanteil: **5.000 € × 20 % = 1.000 €**
* Gebäudeanteil: **5.000 € × 80 % = 4.000 €**

Die **1.000 €** für den Grundstücksanteil buchen Sie auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095400-notaranteil-grundstuecke.md)**“**.

Die **4.000 €** für den Gebäudeanteil buchen Sie auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“**.

{% hint style="info" %}
Das gleiche Prinzip der Kostenaufteilung gilt auch für den Kauf einer **Eigentumswohnung**.
{% endhint %}

#### **Wichtig: Erwerbskosten und Finanzierungskosten trennen**

{% hint style="warning" %}
Notargebühren zur **Besicherung eines Darlehens** gehören **nicht** zu diesem Wohngebäudeanteil.
{% endhint %}

Die Notargebühren zur Darlehensbesicherung werden den Finanzierungskosten beziehungsweise **Geldbeschaffungskosten** zugeordnet.

Notarkosten für **Grundschuld bzw. Darlehensbesicherung** gelten als **Geldbeschaffungskosten** und werden **nicht** auf die Kategorie **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“** gebucht, sondern auf die Kategorie **„**[**Geldbeschaffungskosten (z.B. Schätz-, Notar- und Grundbuchgebühren)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10065000-geldbeschaffungskosten-z-b-schaetz-notar-und-grundbuchgebuehren.md)**“** gebucht.

#### **Warum wird der Wohngebäudeanteil getrennt erfasst?**

Grund und Boden und Gebäude werden steuerlich unterschiedlich behandelt.

Das Gebäude ist grundsätzlich abnutzbar und kann über die **Gebäude-AfA** berücksichtigt werden.

{% hint style="info" %}
Grund und Boden ist dagegen nicht abnutzbar und wird **nicht** abgeschrieben.
{% endhint %}

Deshalb müssen auch die Anschaffungsnebenkosten entsprechend getrennt werden.

Der auf das Wohngebäude entfallende Anteil der Notarkosten erhöht grundsätzlich die **Anschaffungskosten des Gebäudes** und damit die für das Gebäude maßgebliche steuerliche Kostenbasis.

#### **Nicht mit einem unbebauten Grundstück verwechseln**

Diese Kategorie ist für den **Wohngebäude-Anteil eines bebauten Grundstückserwerbs** vorgesehen.

Kaufen Sie dagegen tatsächlich ausschließlich ein **unbebautes Grundstück**, buchen Sie die kaufbezogenen Notarkosten auf die Kategorie: **„**[**Notaranteil unbebaute Grundstücke**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095500-notaranteil-unbebaute-grundstuecke.md)**“.**

Bei einem reinen unbebauten Grundstück gibt es beim Erwerb keinen Gebäudeanteil.

Deshalb darf auch kein Teil der ursprünglichen Notarrechnung des Grundstückskaufs auf **„**[**Notaranteil Wohnbauten, Gebäude zu Wohnzwecken (eigene Grundstücke)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10095600-notaranteil-wohnbauten-gebaeude-zu-wohnzwecken-eigene-grundstuecke.md)**“** gebucht werden.

Errichten Sie erst später ein Gebäude auf dem Grundstück, bleiben die ursprünglichen Notarkosten des Grundstückskaufs dem **Grund und Boden** zugeordnet.

#### **Nicht auf Mieter umlegen**

Notarkosten des Immobilienkaufs sind Anschaffungsnebenkosten des Eigentümers und keine laufenden Betriebskosten.

Der Schalter **„Umlegbar auf Betriebskostenabrechnung“** muss daher **deaktiviert** bleiben.
