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# Telefon (nicht umgelegt auf Mieter)

<figure><img src="/files/k6S35ibPZZ9aaZmMMjqF" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

Diese Kategorie verwenden Sie für **Ihre eigenen Telefonkosten,** soweit diese tatsächlich durch Ihre Vermietungstätigkeit veranlasst sind und von **Ihnen als Eigentümer getragen werden**.

Typische vermietungsbezogene Telefonate sind beispielsweise Gespräche mit:

* Mietern und Mietinteressenten,
* Handwerkern,
* Hausverwaltungen,
* Versicherungen,
* Energieversorgern,
* Rechtsanwälten oder Steuerberatern wegen Ihrer Vermietung,
* Behörden,
* Banken im Zusammenhang mit Ihren Vermietungsobjekten,
* oder sonstigen Dienstleistern rund um Ihre Immobilien.

Telefonkosten können grundsätzlich Werbungskosten darstellen, soweit sie wirtschaftlich mit der **Erwerbung, Sicherung und Erhaltung Ihrer Mieteinnahmen** zusammenhängen. § 9 EStG verlangt dabei die Zuordnung der Aufwendungen zu der Einkunftsart, bei der sie entstanden sind.&#x20;

#### **Was kann auf diese Kategorie gebucht werden?**

Hier können insbesondere Kosten berücksichtigt werden für:

* Festnetzanschluss,
* Mobilfunkvertrag,
* Telefoniegebühren,
* Gesprächskosten,
* Grundgebühren eines ausschließlich für die Vermietung verwendeten Telefonanschlusses,
* zusätzliche Telefonoptionen, soweit sie tatsächlich Ihrer Vermietung dienen.

Entscheidend ist immer der **vermietungsbezogene Anteil**.

#### **Ausschließlich für die Vermietung verwendeter Anschluss**

Nutzen Sie einen Telefonanschluss oder Mobilfunkvertrag ausschließlich für Ihre Immobilienverwaltung, können die Kosten grundsätzlich vollständig Ihrer Vermietung zugeordnet werden.

**Beispiel**

Sie unterhalten für Ihre Vermietung ein separates Mobiltelefon.

* Monatliche Grundgebühr: **25 €**
* Jährliche Kosten: **25 € × 12 = 300 €**

Das Telefon wird ausschließlich verwendet für:

* Mieterkommunikation,
* Handwerkertermine,
* Wohnungsbesichtigungen,
* Hausverwaltung.

Dann können die **300 €** grundsätzlich vollständig auf die Kategorie **„**[**Telefon (nicht umgelegt auf Mieter)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10121500-telefon-nicht-umgelegt-auf-mieter.md)**“** gebucht werden.

#### **Private und vermietungsbezogene Nutzung müssen getrennt werden**

In der Praxis verwenden viele Vermieter ihren privaten Mobilfunk- oder Festnetzanschluss gleichzeitig für die Vermietung.

Dann darf **nicht** die **vollständige Telefonrechnung** als Werbungskosten berücksichtigt werden.

**Beispiel**

Ihr Mobilfunkvertrag kostet **50 € monatlich**

Die Nutzung entfällt nachvollziehbar zu:

* **30 % auf Ihre Vermietung**
* **70 % privat**

Dann entfallen auf Ihre Vermietung **50 € × 30 % = 15 € monatlich** beziehungsweise **15 € × 12 = 180 € jährlich.**

Diese **180 €** können auf die Kategorie **„**[**Telefon (nicht umgelegt auf Mieter)**](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10121500-telefon-nicht-umgelegt-auf-mieter.md)**“** gebucht werden. Der private Anteil gehört **nicht** zu den Werbungskosten Ihrer Vermietung und wird entsprechend nicht auf diese Kategorie gebucht.

Bei gemischter Nutzung sollte die verwendete Aufteilung **plausibel und nachvollziehbar** sein.

Als Nachweis können beispielsweise dienen:

* Einzelverbindungsnachweise,
* dokumentierte Anruflisten,
* eine Aufzeichnung der vermietungsbezogenen Telefonate,
* oder eine nachvollziehbare Ermittlung über einen repräsentativen Zeitraum.

#### **Telefon und Internet auf einer gemeinsamen Rechnung**

Viele Anbieter rechnen heute Telefon, Mobilfunk und Internet gemeinsam ab. Dann sollte **nicht** jede Position der Rechnung vollständig auf die Telefon-Kategorie gebucht werden.

{% hint style="info" %}
In Immodio exsitert für Ihre eigenen Internetkosten, die Sie nicht auf Ihre Mieter umlegen, eine eigene Kategorie "[Internet (umgelegt auf Mieter)](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10079000-internet-nicht-umgelegt-auf-mieter.md)".
{% endhint %}

Prüfen Sie insbesondere:

* welche Leistungen tatsächlich enthalten sind,
* welche davon Ihrer Vermietung dienen,
* ob einzelne Bestandteile privat genutzt werden,
* und ob eine getrennte Zuordnung anhand der Rechnung möglich ist.

#### **Kauf eines Smartphones ist keine Telefongebühr**

Von den laufenden Telefonkosten ist die **Anschaffung eines Telefons beziehungsweise Smartphones** zu unterscheiden.

**Beispiel**

* Mobilfunkvertrag: **30 € monatlich**
* zusätzlich kaufen Sie ein neues Smartphone für: **900 €**

Dann handelt es sich um zwei unterschiedliche Vorgänge:

1. Die monatlichen Telefongebühren werden auf die Kategorie "[Telefon (nicht umgelegt auf Mieter)](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10121500-telefon-nicht-umgelegt-auf-mieter.md)" gebucht
2. Der Kauf des Smartphones wird auf die Kategorie "[Computer, Laptop, PC, Tablet, Smartphone, Drucker](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10024400-computer-laptop-pc-tablet-smartphone-drucker.md)" gebucht.

Auch Reparaturen am Smartphone gehören nicht zu den normalen laufenden Telefongebühren. Dafür besteht in Immodio die Kategorie "[Reparaturen für IT (Computer, Bildschirm, Smartphone)](/anleitung/einnahmen-und-ausgaben/buchhaltung-erweiterung/10103600-reparaturen-fuer-it-computer-bildschirm-smartphone.md)".

#### **Zuordnung in Immodio**

Bei dieser Kategorie erfolgt die Zuordnung zum **Eigentümer**. Wählen Sie den Eigentümer aus, der die Telefonkosten tatsächlich trägt.

Bei mehreren Eigentümern oder gemischter Nutzung sollte nachvollziehbar bleiben:

* wer Vertragspartner des Telefonanbieters ist,
* welcher Anteil der Vermietung dient,
* und wie dieser Anteil ermittelt wurde.

#### **Nicht auf Mieter umlegen**

Die eigenen Telefonkosten des Vermieters entstehen im Rahmen der **Verwaltung der Mietverhältnisse**. Verwaltungskosten gehören nach § 1 Abs. 2 BetrKV ausdrücklich **nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten**.&#x20;

Der Schalter **„Umlegbar auf Betriebskostenabrechnung“** muss daher **deaktiviert** bleiben.

#### **Welche Unterlagen sollten Sie aufbewahren?**

Bewahren Sie insbesondere auf:

* **monatliche beziehungsweise jährliche Telefonrechnungen**,
* Zahlungsnachweise,
* Mobilfunk- beziehungsweise Festnetzvertrag,
* bei gemischter Nutzung die **Berechnung des vermietungsbezogenen Anteils**,
* gegebenenfalls Einzelverbindungsnachweise oder Anruflisten,
* bei einer Ermittlung über einen repräsentativen Zeitraum die entsprechenden Aufzeichnungen,
* und bei größeren oder ungewöhnlichen Kosten gegebenenfalls eine kurze Dokumentation des vermietungsbezogenen Zwecks.

So bleibt später nachvollziehbar, **welcher Anteil Ihrer Telefonkosten tatsächlich durch die Vermietung verursacht wurde und weshalb dieser als Werbungskosten berücksichtigt wurde**.
